Daniel Dockery's Portfolio

animî nostrî dêbent interdum âlûcinâri

Hesse

October 27th, 2011

From Narziß und Goldmund, chapter 20:

»Laß es mich dir heute sagen, wie sehr ich dich liebe, wieviel du mir immer gewesen bist, wie reich du mein Leben gemacht hast. Es wird dir nicht sehr viel bedeuten. Du bist an Liebe gewohnt, sie ist für dich nichts Seltenes, du bist von so vielen« [Menschen] »geliebt und verwöhnt worden. Für mich ist es anders. Mein Leben ist arm an Liebe gewesen, es hat mir am Besten gefehlt.« [...] »Wenn ich weiß, was Liebe ist, so ist es deinetwegen. Dich habe ich lieben können, dich allein unter den« [Frauen]. »Du kannst nicht ermessen, was das bedeutet. Es bedeutet den Quell in einer Wüste, den blühenden Baum in einer Wildnis. Dir allein danke ich es, daß mein Herz nicht verdorrt ist, daß eine Stelle in mir blieb, die von der Gnade erreicht werden kann.«

Translation:

“Let me tell you today how much I love you, how much you have always meant to me, how rich you have made my life. It will not mean much to you. You’re used to love, it’s not unusual for you—so many” [people] “have loved and spoiled you. For me it’s otherwise. My life has been poor in love; I have missed the best of it.” [...] “If I know what love is, it’s because of you. I have been able to love you, you alone among” [women]. “You can’t understand what that means. It’s a spring in a desert, a tree blossoming in the wilderness. It’s thanks to you alone that my heart has not dried up, that there remains in me a place that can be touched by grace.”

(עודני אהבתיך, גבריאלה)

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